Der Mariñán-Weg”, beruht auf ein Pilgerweg nach Santiago de Compostela, dass der Professor Francisco Vales Villamarín in den 50ger Jahre des vergangenen Jahrhunderts beschreibt. Diese Dokumente gingen verloren und tauchten Ende 1990 wieder auf. Sie werden dann 2002 im Anuario Brigantino  veröffentlicht. Im Jahre 2014 werden sie vom “VEDOREIRA”, Denkmalschutz Verein gründlich einstudiert und bekanntgemacht.

Die Pilger gingen im Hafen von Fontán ans Land und begaben sich dann zu Fuss nach Betanzos, um dann den Weg nach Santiago einzuschlagen.

Im Jahr 2017 beschliessen die Gemeinden Sada, Bergondo und Betanzos den Weg als Turistikroute anzubieten und, gemäss der Studie von 2014, werden 2 Wege angeboten. Eine blaue Route die, dem original Entwurf entspricht und eine grüne, die mit dem alternativen Entwurf der genannten Studie übereinstimmt.

Aus dieser alten Routen wird man so ihren kulturellen, landschaftlichen, gastronomischen, sportlichen Nutzen ziehen können. Um den Weg zu folgen werden Sie Weisungen im Blau oder Grün, je nachem welchen Weg Sie folgen, und die Logotype, sowie weisse Zeichen am Boden, mit rote Pfeilrichtungen auf den gefährlichen Strecken finden.

Wenn Sie diesen QR-Code scannen, können Sie auch die gesamte Route herunterladen und Ihren Standort mittels GPS bestimmen lassen.

Da heutzutage ein Grossteil der Strecke städtisch oder halbstädtisch ist und Strassen überquert, bitten wir Sie auf die, als gefärhlich eingestufften Strecken höchste Vorsicht walten zu lassen, reflektierende Westen zu benutzen, links zu laufen, Kinder an der Hand zu führen und nicht auf die Strasse gehen.

Anhöhe Ouces – S. Salvador de Bergondo

Blaue Route

Wir laufen durch die Dörfer Mesoiro, O Casal und Río – alle drei ländliche, ruhige Orte – mit mehreren Bauten mit Gärten und “indianischer” Architektur, was sehr typisch für den Stil der Mariñas ist. Weiter entfernt wird die “stolze und starke” keltische Festung der Fragachán (auch von Reboredo genannt) sichtbar. Dann folgt Areosa, mit dem idyllischen Dorf Bergondiño und links die Festung von Bergondo oder “Monte do Frade”.

So erreichen wir den Vorplatz der Kirche San Salvador de Bergondo -auf den mittelalterlichen Dokumenten Burgundium genannt-, und die Reste des benediktinischen Klosters mit dem selben Namen.

Grüne Route

Anhöhe Ouces – S. Salvador de Bergondo

Wir verlassen hier die Route von Vales und laufen hinunter durch A Lagoa und Ouces, auf eine Strecke voller alter Herrenhäuser und antike Pazos. In letzteren kann man die spektakulären Gärten bewundern, die voller exotischer Bäume sind, großteils aus Amerika.

Um zu bestätigen, dass es sich um einen Pilgerweg handelt, finden wir am Eingang des Pazo da Lagoa, heute ein Gasthof, einige Reliefs auf Stein (wie es scheint nicht sehr alt) mit einem Bild des König David, das eine Nachahmung desjenigen vom Tor de Platerias in der Kathedrale von Santiago ist, sowie eine Szene der “Traslatio” (Überführung) vom Körper des Apostels.